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| Artikel vom 28.06.2007 - Autor: Bärbel Ulmer |
Gebührenkompass des Lehrstuhls für Marketing ist erschienen: Hohenheimer Studenten sind völlig ahnungslos über die Verwendung ihrer Studiengebühren Der Lehrstuhl für Marketing der Universiät Hohenheim erforscht ein aktuelles Thema: Mit dem Gebührenkompass soll laut eigener Aussage ein Zufriedenheitsindex für die Verwendung der Studiengebühren erstellt werden. Obwohl Zufriedenheit natürlich äußerst subjektiv ist, gehen die Marktforscher als einzige deutschlandweit wissenschaftich an die Fragestellung heran: Alle Ergebnisse basieren ausschließlich auf insgesamt 4.950 Vor-Ort-Interviews, die 68 geschulte Mitarbeiter des Lehrstuhls für Marketing an allen 48 Universitäten mit Studiengebühren in Deutschland persönlich durchführten.
Die Ergebnisse sind nicht nur als bundesweiter Durchschnitt einsehbar, sondern auch als Einzelergebnisse für jede Universität. Und da ergaben sich für die Universität Hohenheim interessante Details:
Zum einen gibt es in der Universität Hohenheim nur knapp 50% Studiengebührengegner gegenüber 60% bundessweit. Doch trotz stärkerer Beführwortung bzw. Indiferenter Haltung gegenüber Studiengebühren glauben in Hohenheim genauso wie im Bundesdurchschnitt nur knapp 30% an eine Verbesserung der Studienbedingungen durch die Gebühren. Am markantesten fällt jedoch ein Detail auf: Nur 14,6% der Hohenheimer Studierenden hat Informationen über die Verwendung der Studiengebühren erhalten, gegenüber 34% im Bundesdurchschnitt. Und keiner der gut 100 befragten Hohenheimer Studierenden war der Meinung, dass die Studiengebühren bisher für die Verbesserung der Lehre eingesetzt wurden!
Auf diese schockierenden Ergebnisse reagierte die Universität prompt: In einer Pressemitteilung lässt Rektor Prof. Dr. Liebig verkünden: „Für uns wurde dabei auch deutlich, dass der Kenntnisstand über das, was mit den eigenen Gebührengeldern passiert, auch in Hohenheim noch verbesserungsfähig ist. Mit dem neuen Signet und der weiterhin gepflegten Internetseite
www.uni-hohenheim.de/studiengebuehren verfolgen wir deshalb auch das Ziel, zu einem besseren Kenntnisstand und größerer Zufriedenheit unserer Studierenden beizutragen." Mit dem Signet ist eine schon länger geplante Kennzeichnung "aus Studiengebühren finanziert" auf alle neu angeschafften Gegenständen gemeint.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Wünsche der Studenten auf Transparenz und Mitbestimmung im Dschungel der universitären Verstrickungen überhaupt durchführbar sind!
Wer sich gerne näher informieren will, der sollte die lesenswerte Hompage
www.gebührenkompass.de besuchen. Dort stellt der Lehrstuhl für Marketing alle Ergebnisse sehr übersichtlich dar.
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